Earth

Wow! Tennis-Mama plant Comeback mit 36

Belgierin Kim Clijsters will 2020 auf die Profi-Tour zurückkehren.

Sie ist 36, dreifache Mutter und hat in ihrer sportlichen Karriere alles erreicht: Und trotzdem will es Tennis-Legende Kim Clijsters noch einmal wissen. Die ehemalige Nummer 1 der Welt, die 2012 ihren Rücktritt erklärt hatte, plant im kommenden Jahr ihr Comeback auf der Profitour.

„Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendjemandem etwas beweisen muss. Für mich ist es die Herausforderung, die ich suche. Ich habe Freunde, die wollen den New-York-Marathon laufen, bevor sie 50 sind. Ich liebe es immer noch, Tennis zu spielen. Ich will wieder stark werden. Das ist mein persönlicher Marathon“, sagte die Belgierin.

Stark! Vier Grand-Slam-Titel und drei Kinder

Tatsächlich blickt Clijsters auf eine beeindruckende Laufbahn zurück. Sie gewann vier Grand-Slam-Titel, holte 41 Turniersiege und war 20 Wochen lang die Nummer 1. Schon 2007 trat die sie erstmals zurück und widmete sich ganz der Familie.

„Jetzt ist es Zeit für ein neues Leben. Ich hänge ich meine Rackets an den Nagel. Die immer wiederkehrenden Verletzungen, das mühsame morgendliche Aufstehen und die verhärteten Muskeln machten es immer nur noch schwieriger. Außerdem sind da noch die Vorbereitungen auf meine Hochzeit.“

Nach der Geburt ihrer Tochter kehrte Clijsters 2009 auf die Tour zurück und gewann bei den US Open und Australien Open noch einmal zwei Grand-Slam-Titel, ehe sie 2012 wegen anhaltender Verletzungen erneut Schluss machte.

Nun also der zweite Comeback-Versuch der Tennis-Mama, die sich mit 36 offenbar noch fit und ehrgeizig genug fühlt, um mit den Besten mithalten zu können. „Wenn ich bei den Legendenspielen bei den Grand Slams bin und jemand fragt: Willst du ein paar Bälle spielen? Da bin ich als Erste am Start“, sagte Clijsters beim Podcast der WTA.

Dennoch kamen der mittlerweile dreifachen Mutter auch Zweifel, ob ihre Pläne nicht auch ihre Familie und Kinder beeinträchtigen. „Das war der schwierigste Teil für mich. Ich weiß, dass ich damit umgehen kann. Aber mit den Kids ist das etwas anderes. Ich werde einfach etwas öfter aus dem Haus sein. Und wenn etwas mit den Kids nicht passt, spiele ich nicht. Dann warte ich, bis es passt.“

Comeback wegen Knieverletzung verschoben

Auch physisch will sich die Belgierin, die bis dato eine Tennis-Akademie betrieb, noch Zeit geben und für die Rückkehr auf den Tennisplatz „nicht die Brechstange rausholen“. Anfang November kündigte sie an, ihr für Januar geplantes Comeback wegen einer Knieverletzung verschieben zu müssen.

„Das ist ein Rückschlag. Aber ich bin weiterhin entschlossen, wieder das Spiel zu spielen, das ich so liebe“, teilte die Belgierin via Twitter mit. Einen neuen Termin für ihre Rückkehr ließ sie offen.

Titelbild: ©Gettyimages