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Einzellauf nach Quarantäne

+++ Isaac Makwala nach Krankheit für das Finale qualifiziert +++

Der botswanische Leichtathlet Isaac Makwala ist ein Spätstarter. Mit seinen 30 Jahren ist er erst in dieser Saison in der absoluten Weltspitze angekommen. Der mehrmalige Gold- und Silbermedaillengewinner bei Afrikaspielen und –meisterschaften ist mit dem Ziel nach London gereist seinen ersten großen internationalen Titel zu holen.

Die Vorzeichen standen eigentlich gut. Beim Meeting in Madrid wurde er zum ersten Läufer überhaupt, der an einem Tag die 200m unter 20 Sekunden und die 400m unter 40 Sekunden lief. Als Weltjahresbester über 200m sowie mit der drittschnellsten Zeit über 400m reiste er nach London. Doch dann kam alles anders als erhofft. Auf Grund einer Magen-Darm-Infektion verwehrte die IAAF Makwala dem Start im 400m Finale, obwohl er vor Ort war. Darüber hinaus verpasste er den Vorlauf über die 200m.

Besondere Chance sensationell genutzt

Doch gestern kurz nach 14 Uhr lief seine 48-stündige Quarantänezeit ab und er durfte um 19.40 Uhr seinen Vorlauf alleine nachholen. So lief der Botswaner alleine auf Bahn sieben und qualifizierte sich mit einer Zeit von 20,20 Sekunden für das Halbfinale. Dieser Lauf wird wohl in jedem Best-of-Clip dieser Weltmeisterschaft zu sehen sein.

Somit rückte der 30-Jährige als 25. Läufer ins Halbfinale auf. Nur zwei Stunden nach dem Vorlauf legte Makwala mit 20,14 Sekunden ein zweites Top-Rennen auf die Bahn und qualifizierte sich für das heutige Finale. Dort muss er sich dann mit Richards, van Niekerk und Sanie Brown dem jüngsten WM-Final-Teilnehmer aller Zeiten über die 200m messen. Usain Bolt hat vor Start der Titelkämpfe schon angekündigt bei den 200m-Rennen nicht anzutreten.