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Tennisprofi Bouchard verklagt US Verband

Nachwuchstalent Eugenie Bouchard erreichte das Wimbledonfinale im letzten Jahr und spielte sich bis auf Platz fünf der Weltrangliste. Und das mit gerade einmal 20 Jahren. Die Kanadierin galt als Shootingstar, doch dann geriet ihr rasanter Aufstieg in die Tenniselite ins Stocken. Ein spürbarer Leistungsabfall sorgte dafür, dass sie bei mehreren Turnieren frühzeitig ausschied. Nachdem sie 14 ihrer letzten 17 Matches verloren hatte, schien sie ihre alte Form bei den US Open, gewonnen zu haben. Mit Tennislegende Jimmy Connors als Berater an ihrer Seite, spielte sie sich bis ins Achtelfinale.

Sturz in der Umkleide

Auf das Achtelfinalspiel gegen Roberta Vinci verzichtete Bouchard. Grund dafür war eine Gehirnerschütterung, die sie nach einem unglücklichen Sturz in der Umkleidekabine davon trug. Was als eher harmloser Zwischenfall aussah, könnte nun weitreichende Folgen haben. Nachdem der Tennisstar zuletzt beim WTA-Turnier in Peking ein Match gegen Andrea Petkovic wegen Schwindelgefühlen aufgab, reichten Bouchards Anwälte nun eine Klageschrift gegen den US Tennis Verband (USTA) im New Yorker Bezirk Brooklyn ein. In dieser macht Bouchard finanzielle Einbußen und Schadenersatzforderungen in unbekannter Höhe geltend. Sie wirft dem US Verband "Fahrlässigkeit" vor, denn sie sei bei den US Open in der dunklen Kabine auf einer "glatten, fremdartigen und gefährlichen Substanz" ausgerutscht, so die 21-Jährige. Die Folgen des Sturzes seien weitreichender als vermutet. "Ich dachte, dass ich wieder fit bin. Aber leider sind die Symptome zurückgekehrt", so die Kanadierin. Laut ihrem Anwalt, könnte es bei dem Rechtsstreit um mehrere Millionen US-Dollar gehen.

Autor: Ben Pötke
Bildquelle: GettyImages
Geschrieben am 15.10.2015