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Das sind die Euro-Rekord-Spieler

Thuram und van der Sar sind die Rekordhalter - aber wohl nicht mehr lang

Am 10. Juni 2016 startet die 16. Europameisterschaft in Frankreich. Bis zum 10. Juli gehen erstmals 24 Teams an den Start und spielen den neuen Europameister aus. Rekordsieger sind derzeit Deutschland und Spanien mit jeweils 3 Titeln. Diese zahl will der zweimalige Europameister Frankreich nun im eigenen Land auch erreichen. Rekordtorschütze ist immer noch Michel Platini mit 9 Treffern. Zlatan Ibrahimovic und Cristiano Ronaldo sind mit 6 Toren die derzeit besten noch aktiven Spieler, die die Rekord vermutlich knacken werden.

Das sind die Spieler mit den meisten Einsätzen:

Platz 2 – Cristiano Ronaldo (14 Spiele)

Während der Qualifikation zur WM 2006 in Deutschland entwickelte sich Ronaldo zum Leistungsträger der Seleção und war mit sieben Treffern der viertbeste Torschütze in der UEFA-Zone. Im Weltmeisterschaftsturnier selbst erzielte er gegen den Iran per Elfmeter sein erstes Tor bei einer Weltmeisterschaftsendrunde. Im Achtelfinale gegen die Niederlande schied er nach einem Zweikampf gegen Khalid Boulahrouz verletzt aus, kehrte im Anschluss an den 1:0-Sieg jedoch in der Runde der letzten acht Mannschaften gegen England zurück. Dort verwandelte er entscheidend im Elfmeterschießen und zog mit seinem Team ins Halbfinale ein. Nach der Weltmeisterschaft gaben mit Luís Figo und Pauleta die beiden letzten großen Spieler der „Goldenen Generation“ ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Ronaldo war daraufhin neben deutlich älteren Akteuren wie Deco und Nuno Gomes einer der letzten verbliebenen Stars in der Mannschaft. Am 6. Februar 2007, einen Tag nach seinem 22. Geburtstag, führte er Portugal erstmals als Kapitän aufs Spielfeld. Mit insgesamt 23 Toren in Qualifikations- und Endrundenspielen der Europameisterschaft brach er den Rekord von Hakan Şükür und Jon Dahl Tomasson(22).

Platz 2 – Philipp Lahm (14 Spiele)

Sein erstes A-Länderspiel absolvierte Philipp Lahm am 18. Februar 2004 in Split gegen Kroatien(2:1). Sofort avancierte er zum Stammspieler auf der Position des linken Verteidigers und bestritt im Kalenderjahr 2004 15 von 16 möglichen Länderspielen, darunter auch alle drei Partien bei derEuropameisterschaft in Portugal. Von September 2006 bis November 2007 spielte Lahm in neun der zehn Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft 2008 und wurde von Joachim Löw am 16. Mai 2008 erwartungsgemäß in den deutschen EM-Kader berufen. Im Halbfinale schoss er in der 90. Minute gegen die Türkei den Siegtreffer zum 3:2. Nach dem Spiel wurde er als „Man of the Match“ ausgezeichnet. Bei der 0:1-Niederlage im Finale gegen Spanien wurde Lahm zur Halbzeit gegen Marcell Jansen ausgewechselt. Von der Expertenkommission der UEFA wurde er einen Tag nach dem Endspiel in das All-Star-Team der EM 2008 gewählt. Lahm führte die Mannschaft bei der WM 2014 als Kapitän ins Endspiel, wo es der DFB-Auswahl zum vierten Mal gelang Weltmeister zu werden. Am 18. Juli 2014, fünf Tage nach dem Titelgewinn, trat Lahm als Nationalspieler zurück. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bezeichnete danach Lahm als ein absolutes Vorbild und dankte ihm für seine Dienste in der Nationalmannschaft. Er wurde am 3. September 2014 beim Freundschaftsspiel des DFB gegen Argentinien in Düsseldorf gemeinsam mit den ebenfalls nach der Weltmeisterschaft aus der Nationalelf zurückgetretenen Spielern Per Mertesacker und Miroslav Klose offiziell verabschiedet.

Platz 2 – Luis Figo (14 Spiele)

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden wurde Figo zum besten Spieler des Turniers gewählt. Portugal lieferte eine gute Leistung ab und erreichte das Halbfinale nach vier Siegen in vier Spielen (darunter ein 3:0 gegen Titelverteidiger Deutschland). Im Halbfinale scheiterte man an Weltmeister Frankreich, nachdem man 1:0 in Führung gelegen hatte. Henry hatte ausgeglichen und ein verwandelter Elfmeter von Zidane sorgte für die Entscheidung.

Seine bitterste Niederlage erlebte Figo wohl im Endspiel um die Europameisterschaft 2004 gegen Griechenland. Portugal war als Gruppensieger ins Viertelfinale eingezogen und gelangte über England und die Niederlande ins Finale im eigenen Land. An den von Otto Rehhagel trainierten Griechen biss sich die technisch überlegene portugiesische Mannschaft die Zähne aus und verlor mit 1:0.

Am 18. August 2004 verkündete er in Madrid seinen vorläufigen Rücktritt aus der portugiesischen Nationalmannschaft, feierte aber am 4. Juni 2005 im Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gegen die Slowakei sein Comeback.

Bei der WM in Deutschland 2006 schaffte es Portugal erneut unter die letzten vier. Mit drei Siegen in der Vorrunde war man als Gruppensieger ins Achtelfinale gekommen und besiegte, wie bereits 2004, die Niederlande und England. Erneut wartete Frankreich im Halbfinale und erneut verlor man durch einen von Zidane verwandelten Elfmeter. Am 8. Juli 2006 bestritt Figo bei der 1:3-Niederlage im Spiel um Platz drei gegen Deutschland bei der Weltmeisterschaft sein letztes Länderspiel für Portugal.

Platz 2 – Nuno Gomes (14 Spiele)

Und noch ein Portugiese im Ranking. Irgendwie immer im Schatten von Figo und Ronaldo hat es auch Nuno Gomes auf 14 Spiele gebracht. Gomes nahm an der EM 2000, der WM 2002, der EM 2004, der WM 2006 und der EM 2008 teil. Bei der WM 2006 schoss er im Spiel um Platz drei gegen Deutschland nach seiner Einwechslung Portugals einziges Tor dieser Begegnung. Insgesamt verbrachte er bei der WM 2006 nur eine Halbzeit auf dem Platz, trotzdem gelang es ihm mit einem Tor auf seinem Konto die WM zu beenden. Nach dem Rücktritt von Luís Figo nach der WM 2006 wurde Nuno Gomes Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft. Bei der EM 2008 schoss er im Viertelfinale gegen Deutschland den Anschlusstreffer zum 1:2 (Endstand 2:3), konnte das Ausscheiden der Portugiesen aber nicht verhindern.

Platz 2 – Karel Poborsky (14 Spiele)

Am 18. August 2004 wurde er der erste tschechische Nationalspieler, der die 100-Spiele-Marke erreichte. Sein erstes Spiel für die Nationalmannschaft hatte er am 23. Februar 1994 gegen die Türkei bestritten. Bei der EM 1996 erzielte er das entscheidende Tor im Viertelfinale gegen die portugiesische Nationalmannschaft. Er nahm als Nationalspieler an der EM 1996, der EM 2000, der Euro 2004 und der WM 2006 teil.

Platz 2 – Zinedine Zidane (14 Spiele)

Zidane gab am 17. August 1994 gegen Tschechien sein Länderspieldebüt in der Équipe Tricolore und erzielte dabei gleich zwei Tore. Bei der EM 1996 gehörte er bereits zur Stammelf und war in allen fünf Partien Frankreichs im Einsatz. Bei der EM 2004 schied er mit der französischen Nationalmannschaft im Viertelfinale gegen den späteren Europameister Griechenland aus.

Am 12. August 2004 erklärte Zidane seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Er wolle künftig nur noch für seinen Arbeitgeber Real Madrid antreten. Ein Jahr später ließ sich der Spielmacher umstimmen. In der Endphase der WM-Qualifikation spielte er wieder für Frankreich. Er erklärte seinen Meinungswandel zunächst damit, dass ihn eine mysteriöse Stimme im Schlaf überredet habe, in die Nationalmannschaft zurückzukehren. Seinen späteren Äußerungen zufolge ist er falsch zitiert worden: Er habe sich nachts mit seinem Bruder unterhalten.

Bereits vor der WM 2006 stand fest, dass Zidane nach dem Turnier seine Karriere beenden würde. Im Endspiel gegen Italien traf Zidane per Elfmeter zum frühen 1:0. In der 109. Minute seines letzten Spiels wurde Zidane nach einem Kopfstoß gegen Marco Materazzi mit der Roten Karte des Feldes verwiesen. Dies war die 15. Rote Karte seiner Karriere. In insgesamt 108 Länderspielen erzielte Zinédine Zidane 31 Tore für die Equipe Tricolore. Nach Abschluss seiner Karriere erreichte er bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2006 noch einmal den zweiten Platz.

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