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NFL-Saison 2019: Das sind die neuen Regeln!

Auf dem Weg zum Superbowl

Seit dem 5. September kommen die Football-Fans unter euch wieder voll auf ihre Kosten. Die NFL-Saison 2019 geht allerdings mit einigen neuen Regeln für die Liga einher.

Regel Nummer 1: Coaches Challenge bei Pass Interference

Das Spiel New Orleans Saints gegen die LA Rams hatte die Diskussion über die PI-Videobeweis-Regelung wieder entfacht. Der übersehene Helm-gegen-Helm-Hit in Minute 23 nach der Verlängerung war nicht nur den Fans sauer aufgestoßen, da die New Orleans Saints aufgrund des "No Calls" erheblich benachteiligt wurden.

Künftig können Head Coaches sowohl bei einer offensiven als auch defensiven Passbehinderung eine Überprüfung des Spielzugs fordern. Diese sogenannte Coaches Challenge kann in den ersten 28 Minuten beider Halbzeiten verlangt werden - selbst wenn die Schiedsrichter keine Flagge werfen. In den letzten beiden Minuten jeder Spielhälfte greift die "Booth Review"-Regelung, weshalb in dieser Zeit keine Coaches Challenge nötig ist.

Ob diese Regelanpassung bleibt, steht allerdings noch in den Sternen. Sie wird zunächst in der NFL-Saison 2019 getestet - danach soll noch mal abgestimmt werden.

Regel Nummer 2: Blindside-Blocks verboten

Laut der NFL sind Blindside-Blocks die Ursache von 33 Prozent aller Gehirnerschütterungen bei Spielern. Daher werden Blocks, bei denen jemand von Spielern außerhalb ihres Sichtfelds behindert oder gestoppt werden, künftig als Foul gewertet. Ziel dieser Regel ist, dass die Spieler bei Punts mehr geschützt werden. In der vergangenen Saison wurden derartige Aktionen zwar auch schon teilweise geahndet, wenn sie gegen den Kopf oder Nacken gerichtet waren - doch das reichte scheinbar nicht.

Regel Nummer 3: Kick-Offs-Regel bestätigt

Schon in der vergangenen Saison sollte mit der Neuregelung des Kick-Offs für mehr Sicherheit der Spieler gesorgt werden. Danach dürfen Spieler auch weiterhin erst loslaufen, wenn der Kick-Off durchgeführt wurde. Nach Aussagen der NFL hatte allein diese Änderung schon für 38 Prozent weniger Gehirnerschütterungen nach dem Kick-Off gesorgt - ein voller Erfolg also.

Welche Anträge wurden abgelehnt?

Insgesamt wurde über fünf Regeln für die NFL-Saison 2019 abgestimmt. Keine Zustimmung fand der Antrag der Denver Broncos für eine Onside-Kick-Alternative. Demnach sollte es einmalig im vierten Viertel möglich sein, einen Versuch über 15 Yards an der eigenen 35-Yard-Linie zu starten. Doch nach Ansicht der Teambesitzer sei die NFL noch nicht bereit für solch eine grundlegende Änderung.

Vertagt wurde hingegen die Entscheidung über eine Regeländerung zum Ballbesitz in der Overtime. Wie das Spiel der Kansas City Chiefs gegen die New England Patriots zeigte, hängt die Chance auf Ballbesitz in der Verlängerung oftmals vom Losglück ab. Darüber, ob das gegnerische Team auch eine Chance auf den Ball und somit den Sieg hat, sollte nun nicht mehr allein eine Münze entscheiden. Ob sich diese Regel durchsetzt, ist allerdings fraglich. Beim Spring Meeting der NFL im Mai kommenden Jahres soll darüber noch mal abgestimmt werden.