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Trotz Horrorverletzung: Extremläufer ist wieder da

Der Hamburger Extremläufer Kai Markus Xiong ist am Dienstag nach neun Monaten und 12.000 Kilometern wieder nach Hamburg zurückgekehrt. Er hatte am Wochenende das Ziel seines Extremlaufes von Hamburg nach Schanghai erreicht. Begleitet wurde Kai Markus von seinem Freund Victor Neubauer und dessen schwarzem VW-Käfer samt angehängtem Camper voller Proteinpulver, Nahrungsergänzungsmitteln und anderen Vorräten.

Beide Fersenbeine kurz vor dem Ziel gebrochen

Die letzten 1.000 Kilometer legte er teilweise im Rollstuhl zurück, weil er sich bei einem Ausweichmanöver auf einer Bergstraße in der chinesischen Provinz Hubei beide Fersenbeine brach. Er soll eine halbe Stunde lang bewusstlos gewesen, dann sei er aufgewacht und habe einen Notruf abgesetzt. Doch er ließ sich von dem Unfall nicht beirren setzte das Projekt nach einer Operation fort.

Der Lauf für die Völkerverständigung

Mit seinem neun Monate dauernden Lauf durch Polen, Weißrussland, Russland, Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan bis China wollte sich der Bankkaufmann und Finanzberater öffentlichkeitswirksam für die Völkerverständigung einsetzen. Markus Xiong, der mit einer Chinesin verheiratet ist, wollte mit seinem Trip auf der berühmten Seidenstraße außerdem die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Schanghai symbolisch stärken und für junge Leute ein Vorbild sein.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hatte die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Alles zu den Anfängen seiner Tour könnt ihr noch einmal nachlesen:

Der Hamburger verschliss vier Dutzend Paar Laufschuhe. Er erlebte eiskalte Tage in Russland und einen heftigen Sandsturm in China. Die zentralasiatische Taklamakan-Wüste durchquerte er bei 52 Grad Celsius. Dieser „Kultur-Marathon“ hat ihn und die Menschen vor Ort näher gebracht. Sein Fazit lautete: „In unserer heutigen Welt brauchen wir sehr, sehr viel mehr Projekte, die Menschen verbinden statt sie zu trennen.“