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DFB-Prämie pro Spieler höher als DHB-Prämie für ganzes Team

DHB gibt Weltmeister-Prämie bekannt

Bekanntlich ist Fußball der Lieblingssport der Deutschen. Hierzulande wird in keinem Sport auch nur annäherungsweise so viel Geld umgesetzt. Jährlich gibt es neue Transfer-, Umsatz- und Vermarktungsrekorde. Die DFL wird nach einem Rekord-Umsatz der Saison 2014/15 in der Saison 2015/16 höchstwahrscheinlich die 3-Milliarden-Euro-Marke durchbrechen. Grenzen nach oben sind aktuell kaum vorstellbar.

Umso schöner ist es, dass die Handball-WM aktuell zumindest bis zum Wochenende die Hauptaufmerksamkeit in Sportdeutschland genießt. Doch sobald die Bundesliga am Freitag die Winterpause beendet, muss sich auch der eigentlich so beliebte Handball wieder hinten anstellen. Ohne die Internet-Bank DKB hätte es von der WM in Frankreich höchstwahrscheinlich nicht einmal Live-Bilder gegeben.

Immer größeres Ungleichgewicht im Sport

Den Stellenwert einer Sportart kann man in unserem System letztendlich am einfachsten am Geld messen. So erkennt man schnell, dass der Fußball in Deutschland uneinholbar vor allen anderen Sportarten liegt.

Bekam jeder Spieler des DFB-Kaders, der beim WM-Triumph in Rio dabei war, eine Prämie von 300.000 Euro, so bekommt die gesamte DHB-Mannschaft im Falle eines WM-Sieges „lediglich“ 250.000 Euro. Im Vergleich zur Prämie für den EM-Triumph 2016 ist dies allerdings immerhin eine Steigerung um 25 Prozent.

Trotzdem zeigen die Verteilung der Prämien und vor allem auch der TV-Zeiten der in Deutschland wohl bedeutendsten Sportarten, dass auch hier die Schere immer weiter auseinander geht. Dass Handball ein sehr spektakulärer Sport ist, wissen wohl alle Sportfans, doch bei den Sportrechten tun sich viele Medienanstalten immer noch schwer mehr Geld auszugeben.

Noch nicht überzeugt vom Handballsport? Dann schaut euch die besten Tore des Jahres 2015 an: