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Holt Ducati mit Lorenzo den Erfolg zurück?

Ducati verpflichtet zur Saison 2017 den amtierenden MotoGP-Weltmeister

Jorge Lorenzo ist erst 28 Jahre alt doch schon jetzt einer der erfolgreichsten Motorrad-Rennfahrer aller Zeiten. Seit 2008 fährt der Spanier für das Yamaha Werksteam Fiat-Yamaha in der MotoGP und konnte bisher dreimal die Weltmeisterschaft gewinnen. Nach 2010 und 2012 gelang ihm dieses Kunststück in der letzten Saison erneut. Im letzten Rennen konnte er seinem Teamkollegen und MotoGP-Rekordweltmeister (6 Titel) Valentino Rossi den Titel noch entreißen. Auch in dieser Saison ist Lorenzo gut gestartet. Nach drei von achtzehn Rennen liegt er mit einem Sieg und einem dritten Platz auf dem zweiten Rang im Gesamtklassement. Doch gestern gab der 28-Jährige ziemlich überraschend bekannt, dass er sich nach dieser Saison einer neuen Herausforderung stellen wolle. Nach neun Jahren wechselt er von Yamaha zu Ducati. Sein großes Ziel dabei ist es, den italienischen Rennstall wieder an die Spitze zu bringen.

Rossi scheiterte am gleichen Projekt

Seitdem Casey Stoner 2007 auf seiner Ducati Weltmeister wurde, dominieren Honda und Yamaha die MotoGP. Seit 2010 gab es für den stolzen Rennstall keinen Sieg mehr. Nachdem man jahrelang hinterher gefahren ist, scheint die neue Maschine allerdings wieder konkurrenzfähig zu sein. Die Italiener erhoffen sich, mit Lorenzo wieder die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Dass Lorenzo ein Ausnahmefahrer ist, steht dabei außer Frage. Auch vor seiner MotoGP-Karriere holte er bereits zwei Weltmeister-Titel in der 250cm³-Klasse. Damals war Luigi Dall’Igna Rennsportchef in Lorenzos Aprilia-Team, bei Ducati wird er es wieder sein.

Lorenzo ist allerdings auch nicht der erste Superstar mit dem sich Ducati die Rückkehr an die Spitze erhofft. In den Jahren 2011 und 2012 fuhr Rossi für die Italiener und wurde lediglich enttäuschender Siebter und Sechster der Gesamtwertung. Es wird interessant sein, was Lorenzo aus der mittlerweile wieder weitaus konkurrenzfähigeren Ducati herausholen kann.

Autor: Michael Knüppel
Bildquelle: GettyImages