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Leon Draisaitl im ''verlorenen Jahr'' so stark wie nie

+++ Playoffs sind in weiter Ferne, doch Deutschlands Bester wird immer stärker +++

Bei den Olympischen Spielen in Südkorea holte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sensationell Silber. Bei diesem unverhofften Erfolg war der wohl beste deutsche Eishockeyspieler, wie auch seine anderen NHL-Kollegen, nicht einmal im Kader, da die NHL ihre Stars nicht für Olympia freigestellt hat.

Während die Nationalmannschaft für die große Überraschung sorgte, arbeitete der 22-jährige Leon Draisaitl weiterhin an seinem Status als einer der besten Spieler der NHL. In der letzten Saison erreichten die Edmonton Oilers erstmals nach elf Jahren wieder die Playoffs und Draisaitl spielte mit 77 Punkten (29 Tore, 48 Assists) die stärkste Serie eines Deutschen in der besten Eishockeyliga der Welt überhaupt. In Runde zwei war dann zwar Schluss, dennoch sollte das Erreichen der Playoffs einen Zwischenschritt zu Großem darstellen.

Doch das noch sehr junge Team konnte in dieser Saison nicht an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen. Nach einem sehr schwachen Saisonstart stehen die Oilers aktuell auf Rang sechs der Pacific Division. Der Rückstand zum vierten Rang, der die Playoff-Wildcard bedeutet, beträgt bei noch neun auszutragenden Spielen fünf Siege. Somit ist die Qualifikation unrealistisch und das Team verpasste den nächsten Schritt.

Damit ist er aktuell der Beste Scorer seines Draft-Jahrgangs. #ErwartungenErfüllt

Neuer Rekord mit weniger Spielen?

Doch für Draisaitl, der wie sein Team schlecht in die Saison kam, läuft es trotzdem sehr gut. Bisher wurde der 22-Jährige in 69 Partien eingesetzt und sammelte dabei bereits 66 Punkte, was einen besseren Schnitt als im letzten Jahr darstellt.

Kann er diese Form auch für die letzten Partien halten, dann wird der Deutsche am Ende der Spielzeit wieder auf 77 Punkte kommen, dann allerdings mit weniger Einsätzen. Auch wenn es auf dem ersten Blick nach einer verlorenen Saison
aussieht, hat Draisaitl in dieser Spielzeit nachhaltig bewiesen, dass die 77 Punkte des Vorjahres kein Zufall waren und mit etwas mehr Erfahrung sind aktuell kaum Grenzen für die Nummer 29 vorstellbar.