News

Ein Debakel zum Geburtstag

Alexander Zverev muss sich Rafael Nadal deutlich geschlagen geben

Eigentlich ist der Geburtstag immer noch eine Zusatzmotivation im Leistungssport, es setzt vielleicht noch ein paar Körner mehr frei und lässt einen den Tag leichter durchleben, doch heute setzte es ausgerechnet am 20. Geburtstag eine der deutlichsten Niederlagen in der Karriere des Alexander Zverev. Mit 1:6 und 1:6 musste er sich dem wohl derzeit stärksten Sandplatzspieler der Welt geschlagen geben. Rafael Nadal lies dem Deutschen beim Achtelfinalmatch in Monte Carlo von Beginn an nicht den Hauch einer Chance. Schnell sicherte sich der Mallorquiner Breaks in den beiden Sätzen und spielte sichtlich konzentriert bis zum Ende. „Sascha“ hingegen haderte früh mit sich und der Situation. Beim 0:3 im zweiten Satz musste auch sein Racket dran glauben. Doch besser wurde es danach nur bedingt. Zverev, das Trainerteam und auch die Zuschauer hatten sich weitaus mehr ausgerechnet, nachdem er in den beiden Matches zuvor insgesamt nur sieben Spiele abgeben musste und perfekt in Form zu sein schien.

Neue Zeitrechnung beginnt

Der 20. Geburtstag bedeutet auch das Ende der Jugendlichkeit. Seine Matchbilanz als Teenager auf der ATP World Tour ist eindrucksvoll: 75 Siege mit vier Finals und zwei Titeln stehen 54 Niederlagen gegenüber. Davon träumen sogar viele 30-Jährige. Ebenso ist Zverev bislang der einzige Deutsche, der im ITF-Junioren-Ranking ein Jahr als Nummer eins der Welt abschloss. Mit dem Junioren-Sieg bei den Australian Open 2014 beendete er seine Juniorenkarriere auch an solcher Position.

Diese heftige Niederlage gegen den wohl besten Sandplatzspieler aller Zeiten, der in diesem Jahr seine jeweils zehnten Triumphe in Monte Carlo, Barcelona und bei den French Open erreichen könnte, wird Sascha wohl nochmal aufzeigen, wie weit der Weg an die Spitze ist. Aber er steht ja auch immer noch am Anfang seiner Karriere. Sein Umfeld mit seinem Eltern, den beiden ehemaligen Tennisspielern Alexander senior und Irina Zverev, und seinem 10 Jahre älteren Bruder Mischa werden die richtigen Schlüsse ziehen und Zverev junior wird aus diesem Desaster verstärkt hervorgehen.

Fast fünf Jahre ist es her, als der damals 15-jährige Zverev sein erstes Profifinale beim ITF-Turnier in Bradenton spielte. Vor etwa drei Jahren erreichte er mit einer Wildcard beim ATP-Challenger in Braunschweig dann auch seinen ersten Titel im Profibereich. Seitdem hat sich viel getan. Nach seinem Turniersieg in Montpellier im Februar 2017 (SportSupreme berichtete) rückte Zverev bis auf Platz 18 der Weltrangliste vor. Sein bisher bestes Ranking. Durch das jetzige Aus im Achtelfinale in seinem Wohnort Monte Carlo bleibt Alexander Zverev weiter auf Platz 20. Irgendwie die Zahl des Tages.

Natürlich hätten wir euch lieber die Zusammenfassung gegen Nadal gezeigt, aber um den Zverev-Fans etwas Erfreulicheres zu zeigen, sind hier die Highlights aus der zweiten Runde gegen Feliciano Lopez:

Das sind die Zverev-Brüder: