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Bob-Zoff direkt vor Olympia

+++ Anschieber-Rauswurf kurz vor dem Start +++

Aussichtsreiche Gold-Hoffnungen bei den anstehenden Olympischen Winterspielen Pyeongchang sind in Deutschland schon rar gesät. Und genau bei einer dieser Hoffnungen wird eine der wichtigsten Positionen kurz vor dem Start ausgetauscht. Der Vierer-Weltmeister Johannes Lochner (27) wechselt seinen Anschieber Joshua Bluhm (23) aus. Dabei waren sie zusammen schon sehr erfolgreich und holten zusammen WM-Gold und den EM-Titel im Dezember. Bis vor Kurzem deutete sich auch noch nicht wirklich etwas an. Der ehemalige Sprinter Bluhm war noch bei der offiziellen Olympia-Einkleidung, wurde voll ausgestattet und besaß die nötige Akkreditierung. Doch nun sollen „medizinische Gründe“ das Olympia-Aus forciert haben. So lässt zumindest Bundestrainer René Spies verlauten.

Doch das scheint nicht die ganze Wahrheit zu sein. Aus der angeblichen Verletzung macht der Bundestrainer ein Geheimnis. Auf der Verbands-Homepage steht zudem, dass es nicht an der sportlichen Leistung Bluhms lag, sondern hauptsächlich an atmosphärischen Störungen im Team rund um Frontmann Johannes Lochner. Deswegen war Bluhm Ende Januar schon am Königssee aus dem Zweier rotiert worden. Dort sprang Christopher Weber ein und zeigte offenbar bessere Leistungen. Das Band der beiden Kumpels Lochner und Bluhm scheint nun durchtrennt. Und um Gold nicht in Gefahr zu bringen, zog der Verband wohl kurz vor Olympia die Reißleine. Dass Bluhm nun ein ärztliches Attest vorlegte, ist also wahrscheinlich nicht wirklich einer Krankheit geschuldet, sondern schlichtweg einen formellen Hintergrund: Ein Athletentausch bei Olympia kann man eben nur wegen einer Verletzung oder Krankheit vornehmen.

Ob das Projekt Gold trotzdem finalisiert werden kann, werden wir am 25. Februar erfahren.