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Routinier Haas will es noch einmal wissen

Die ehemalige Nummer 2 der Welt mit seinem x-ten Comeback

"Ich spiele gerne - vielleicht so lange, bis ich nicht mehr gehen kann.“ Diese Worte kommen aus dem Mund eines niemals Aufgebenden - Tommy Haas könnte bei den Australian Open in Melbourne (vom 16.-29. Januar) sein Comeback nach 15 Monaten Verletzungspause geben. Der nun immerhin schon 38-Jährige steht dank seines "Protected Ranking", das lange verletzten Spielern ihren früheren Platz in der Weltrangliste für ein paar Turniere garantiert, in der Meldeliste für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Den geschützten Weltranglistenplatz kann jeder Tennisspieler nach mehr als sechsmonatiger Pause für neun Turniere wahrnehmen, um schneller wieder in die Weltspitze vorzudrängen.

Seine bislang letzte Partie auf der ATP-Tour hatte der Silbermedaillengewinner von Sydney 2000 im Oktober 2015 beim Hallenturnier in Wien gegen Jo-Wilfried Tsonga bestritten. Nach einer Operation am rechten Fuß verpasste Haas die komplette Saison 2016. Seine ersten Schritte im professionellen Tennis absolvierte er ein Jahr nach seinem letzten Match, wieder in Wien. Aber noch nicht beim regulären ATP-Turnier, sondern beim neuen, schnelleren Tiebreak-Turnier bei dem sechs Spieler in zwei Gruppen Match-Tiebreaks (bis 10) gegeneinander spielen und innerhalb von etwa 90 Minuten der Sieger gekürt wird. Beim sogenannten TiebreakTens waren Größen wie Andy Murray, Dominic Thiem und Jo-Wilfried Tsonga und eben auch Tommy Haas dabei.

Haas nach dem Duell gegen Tsonga beim TiebreakTens

Obwohl der gebürtige Hamburger im kommenden Jahr als Turnierdirektor beim ATP-Masters im kalifornischen Indian Wells fungieren wird, schloss Haas immer wieder sein Karriereende aus. "Ich schulde es mir selber, noch einmal gutes Tennis zu spielen", sagte er Ende Oktober der Süddeutschen Zeitung.

Verletzungen hatten Haas in seiner Laufbahn, die ihn 2002 bis auf Platz zwei, 2007 auf Platz neun und 2013 auf Platz elf der Weltrangliste führten, immer wieder zurückgeworfen. Alleine viermal ließ er sich an der rechten Schulter operieren. Nun nimmt er im Januar Anlauf auf seine 14. Australian Open. Er ist einer von sieben deutschen Herren, die direkt für das Hauptfeld qualifiziert sind. Es sollte eines seiner Lieblingsturniere sein, denn immerhin erreichte der Wahl-Amerikaner drei Mal das Halbfinale in Down Under.

Wer Lust hat sich das kurzweilige Turnier anzuschauen, kann das hier tun: (wer keinen Bock auf die ganzen Interviews hat, kann natürlich einfach Vorscrollen zu den Matches)