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World Boxing Super Series – die Zukunft des Boxens?

+++ Sieger erhält 10 Millionen Dollar und die Muhammad-Ali-Trophy +++

Am Wochenende krönte sich Manuel Charr 85 Jahre nach dem legendären Max Schmeling zum zweiten deutschen Schwergewichtsweltmeister überhaupt. Auch wenn dieser Erfolg sensationell ist, steckt der Boxsport in einer großen Krise. Die Zeiten von Maske, Ottke und den Klitschkos, die, auch wenn sie Ukrainer waren, irgendwie doch Deutschlands Boxszene geprägt haben.

Doch Boxpromoter Kalle Sauerland macht sich dieses Jahr auf, mit einem neuen Boxformat den Sport zu revolutionieren.

Bei seiner World Boxing Super Series treten je 8 Boxer aus dem Supermittelgewicht sowie dem Cruisergewicht im K.o.-System gegeneinander an. Jeder Teilnehmer muss bei einem der vier großen Verbände unter den Top 15 sein. In diesem Jahr waren insgesamt vier amtierende Weltmeister mit am Start. Aus deutscher Sicht traten mit Marco Huck und Jürgen Brähmer zwei Boxer in der ersten Runde an. Während Huck verlor, konnte der Schweriner Brähmer in das Halbfinale einziehen und hat noch berechtigte Hoffnungen auf die Muhammad-Ali-Trophy, die gleichzeitig eine Siegprämie von 10 Millionen Dollar mit sich bringen würde.

Champions League des Boxens

Mit seiner Serie möchte Sauerland eine Art Champions League des Boxens aufbauen. Die WBSS-Hymne ist vom gleichen Orchester wie die Champions-League-Hymne und die Muhammad-Ali-Trophy wurde vom Hersteller der WM-Trophäe entworfen. Darüber hinaus gibt es ein einheitliches Branding und erstmals Zuschauerreihen in Kreisform um den Ring.

Die WBSS kann bereits in über 150 Ländern live gesehen werden und zukünftig ist die Ausweitung auf mehr Kämpfer und mehr Klassen geplant.

Trotz dieser durchaus spannenden Serie und des WM-Titels von Charr ist nicht mit einer Rückkehr der Box-Euphorie in Deutschland zu rechnen. Sobald das Preisgeld der WBSS allerdings weiter angehoben wird, könnte ein interessanter Wettbewerb losgelöst von WM-Kämpfen mit den besten Boxern überhaupt entstehen.