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Das CL-Finale bald in den USA?

Der UEFA-Boss will das größte Spiel Europas verkaufen.

FIFA und UEFA kommen ja immer wieder auf die spannendsten und teils auch absurdesten Ideen, wenn es um die Vermarktung ihrer Wettbewerbe geht. Nun will UEFA-Boss Ceferin das Austragungsrecht für das Finale der Champions League verkaufen - als Beispiel nannte er die USA. Auch für die Fans sei das kein Problem, gab der Slowene, der erst seit Mitte September im Amt ist, an.

Damit könnte das größte Spiel im europäischen Vereinsfußball bald außerhalb Europas stattfinden, höchstbietend an einen geeigneten Austragungsort. New York hat es ihm angetan. "Ich denke, dass das eine Idee für die Zukunft sein könnte", sagte Ceferin in einem Interview mit der AP.

Dass die Fans mit einem Austragungsort in Amerika oder China nicht einverstanden sein könnten, hält er für ausgeschlossen: "Um beispielsweise von Portugal nach Aserbaidschan zu kommen, braucht man im Prinzip genauso lange wie bis New York. Für die Fans ist das kein Problem." Damit hat er sicherlich recht, doch findet das Champions League-Finale ja nur selten in Aserbaidschan statt, sondern eher häufiger in England, Deutschland und weiteren westeuropäischen Ländern, deren Flugzeit aus Portugal maximal drei Stunden beträgt und wo auch die Zeitverschiebung kein Problem wäre. Wann wäre denn die Anstoßzeit eines in New York ausgetragenen Finals? In Anbetracht des hohen finanziellen Aufwandes, die der Kauf dieses Highlightspiels mit sich bringt, wird das Spiel sicher auch zur us-freundlichen "Prime Time" angepfiffen, was gleichbedeutend mit einem nächtlichen europäischen Anstoß wäre. Und DAS, auch wenn der 49-Jährige das nicht gern hören möchte, wird den Fans in Europa nicht egal sein.

Allerdings, und das betonte Ceferin, müsse dem Vergabe-Prozess für das Endspiel nach klaren Regeln ablaufen. "Denn sollte wer auch immer versuchen, uns anzurufen, zu bedrängen, uns um einen solchen Gefallen bitten, würden wir eine klare Antwort haben: 'Sorry, es gibt klare Regeln, das können wir nicht'."