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Viel Spielzeit statt D-League

In der Heimat fast unbemerkt machte Paul Zipser einen großen Sprung

In dieser NBA-Saison wurde Dennis Schröder zum Superstar und auch Dirk Nowitzki verzeichnet nach vielen Verletzungen zuletzt wieder eine stark ansteigende Form. Im Schatten der beiden deutschen Top-Spieler hat Paul Zipser zuletzt eine für viele Experten überraschend gute Entwicklung genommen.

Nachdem der 22-Jährige beim Draft im Sommer an 48. Stelle von den Chicago Bulls verpflichtet wurde, hatte der Forward zunächst einige Probleme sich an Tempo, Niveau und Athletik in der NBA zu gewöhnen. Einigen NBA-Kurzeinsätzen folgte der Wechsel zum Farmteam der Bulls. Viele Kritiker des Deutschen verglichen ihn bereits mit Tibor Pleiß. Der nach seinem einjährigen NBA-Ausflug nun wieder in Europa bei Galatasaray Istanbul unter Vertrag steht.

Durchschnittlich 24 Minuten in den letzten zehn Spielen

Doch Zipser holte sich bei den Windy City Bulls das nötige Selbstvertrauen und ist inzwischen zurück bei den Chicago Bulls. Dies jedoch nicht als Randerscheinung, sondern in den letzten zehn Partien mit durchschnittlich knapp 24 Minuten pro Spiel als wichtiger Faktor. Vier Mal reichte es sogar für die Starting-Five. Zipser dankte seinem Coach Fred Hoiberg mit durchschnittlich acht Punkten und drei Rebounds pro Spiel.

Am Deutschen schätzt sein Trainer vor allem die Wettkampfhärte und die hohe Zuverlässigkeit auf dem Feld. Im letzten Spiel verletzte sich Zipser zwar am Sprunggelenk, doch gab kurz darauf bereits Entwarnung. Wenn die Nummer 16 der Bulls in Zukunft weiterhin so stark spielt wie zuletzt, dann wird dies mit Sicherheit auch endlich in seiner Heimat wirklich wahrgenommen. Im Video könnt ihr euch Zipsers Performance gegen Houston anschauen: