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Ist langsames Laufen effektiver?

Slow Jogging

Trainierte Läufer legen nicht nur weite Strecken zurück, sondern tun dies überdies in einem hohen Tempo? Wer langsam joggt, der demonstriert lediglich sein niedriges Fitness-Level? Diese Einschätzung, die viele Menschen teilen, ist längst überholt. Ein neuer Fitness-Trend aus Japan zeigt: Es geht auch anders. Slow Jogging ist nicht nur effektiv, sondern macht auch glücklich.

Was ist Slow Jogging eigentlich?

Das Slow Jogging ist ein langsames und bewusstes Laufen, eine Technik, bei der man mindestens 180 Schritte pro Minute machen sollte. Anders ausgedrückt kann man auch sagen, dass ihr bei dieser Sportart rund 45 Schritte in 15 Sekunden macht. Die zurückgelegten Schritte sind sehr klein, so dass ihr euch in optischer Hinsicht mittels einer Mischung aus Laufen und Gehen fortbewegt. Anders als beim herkömmlichen Joggen setzt ihr beim Slow Jogging zudem nicht zuerst mit den Fersen auf, sondern mit dem Mittelfuß. Diese Art zu Laufen ist daher wesentlich gelenkschonender und ebenfalls besser für Wirbelsäule und Hüften als "normales" Joggen. Denn das Aufsetzen mit dem Mittelfuß entspricht dem natürlichen Laufstil des Menschen viel eher als der primäre Bodenkontakt mit der Ferse.

Der japanische Sportphysiologe Prof. Dr. Tanaka hat Slow Jogging bereits in den 1800er Jahren entwickelt und der Sportart mit Unterstützung nationaler Behörden zu großer Popularität verholfen.

Für wen ist der Jogging-Trend aus Japan geeignet?

Zum einen ist Slow Jogging ideal für übergewichtige Menschen, die ihren Kalorienverbrauch anregen und abnehmen möchten. Da die Lauf-Technik sehr gelenkschonend ist, leiden Knie, Knöchel, Hüfte oder die Wirbelsäule nicht. Auch ältere Menschen, denen das Joggen schwerfällt, können durch langsames Laufen fit werden. Doch nicht nur Jogging-Anfänger, sondern auch trainierte Läufer können vom Slow Jogging profitieren. Es handelt sich um ein sanftes Training, mit dem Ausdauer und Bewegungsabläufe verbessert werden können. Menschen, die im Job stark eingespannt sind, können mit Slow Jogging einen gesunden Ausgleich schaffen - sei es auf dem Laufband im Fitnessstudio oder in der Natur.

Welche Vorteile hat das langsame Laufen?

Ältere Menschen können durch Slow Jogging dem altersbedingten Muskelabbau entgegen wirken und ihre Lebenserwartung erhöhen. Langsames Laufen kann neben der möglichen Gewichtsreduktion den Cholesterinspiegel optimierenund sogar die Hirnfunktionen verbessern. Und glücklich macht das entspannte Laufen auch noch! Bereits nach 30 Minuten wird Anandamid ausgeschüttet, ein Botenstoff, der Glücksgefühle auslösen kann. Im Vergleich zu anderen Laufgeschwindigkeiten kann das langsame Joggen die höchsten Werte hinsichtlich einer Anandamid-Ausschüttung vorweisen!